Brandschutzerziehung

na klar, wir machen mit
... denn Tränen löschen keine Brände

+ + + Eine Seite für Eltern und Erzieher + + +

Längst vergessen scheinen die Zeiten der großen Stadtbrände im Mittelalter, wobei viele Menschen durch die Feuersbrünste ihr Hab und Gut oder sogar ihr Gesundheit und das Leben verloren. In der heutigen Zeit sind solche Ereignisse kaum mehr vorstellbar und dennoch meldet die Statistik Jahr für Jahr zahlreiche Brandtote

 
Durchschnittlich kommen in Deutschland jede Woche zehn Menschen durch Brände ums Leben !


BF München, Archiv-Nr. 281/21
"Bei uns brennt es nicht !"
meinten auch ihre Eltern

Dabei stirbt die Hälfte der Opfer nicht durch das Feuer selbst, sondern durch die Wirkung des Brandrauches. Die erschreckenden Zahlen belegen, dass das Thema "Brandschutz" in der Bevölkerung nur einen ungenügenden Stellenwert hat.

Es fällt auf, dass insbesondere die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, die Kinder, die Opfer von Bränden sind. Sie zählen zu den Bevölkerungsgruppen die menschlichem Fehlverhalten und technischen Defekten im Brandfall hilflos gegenüberstehen und daher unsere besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen.

Wie wichtig die Aufklärung über Gefahren beim Umgang mit Feuer ist, beweisen die Zahlen der hierbei verletzten Kinder. Allein durch Grillunfälle wurden auch in diesem Jahr wieder mehrere hundert Kinder so schwer verletzt, dass sie in einer Spezialklinik behandelt werden mussten. Das menschliche Leid der betroffenen Kinder und Eltern ist unermesslich.

Aber auch die wirtschaftlichen Aspekte spielen eine nicht unbedeutende Rolle. Die Behandlungskosten eines einzigen schwerverbrannten Kindes beziffern Fachleute auf etwa € 200.000. Angesichts dieser Zahlen erscheint eine professionelle Brandschutzerziehung eigentlich selbstverständlich.

Doch Brandschutzbewusstsein ist erlernbar und kann besonders für Kinder den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten!
 

Hierzu eine Pressmeldung:

BamS vom 24.02.2002

Die Feuerwehren sind deshalb aufgerufen in Kindergärten, Schulen und insbesondere über die Eltern Brandschutzerziehung zu betreiben.
 

Brandschutzerziehung: Informationen für die Eltern !

 
Dass Kinder ungleich mehr Brände verursachen als Erwachsene, hat seinen Grund in der fehlenden bzw. unzureichenden Feuererfahrung. Fast achtzig Prozent aller Brandursachen gehen von Kindern aus und dies obwohl Kinder selten Brände mutwillig stiften.

Die Ursache liegt vielmehr in Spielhandlungen und in der bereits erwähnten fehlenden Feuererfahrung. Nur zu oft wurde schon aus einem harmlosen Lagerfeuer ein Waldbrand. Kinder sind einfach nicht in der Lage gefährliche Situationen richtig einschätzen zu können oder im Brandfall umsichtig zu reagieren.
 

Vorbild sein !

 
  • Seien sie selbst ein gutes Beispiel im Umgang mit Feuer oder bei Vorsichtsmaßnahmen.
  • Lassen sie nie Streichhölzer und Feuerzeug achtlos herumliegen.
  • Alle Feuerspender gehören an einen kindersicheren Platz.
  • Kaufen sie ihre Streichhölzer und Feuerzeuge selbst ein, dann belasten sie auch nicht den Verkäufer mit der heiklen Entscheidung das gesetzliche Verbot, Streichhölzer und Feuerzeuge an Kinder abzugeben, zu brechen.
  • Vertrauen sie Kindern niemals offenes Feuer oder Licht an.
  • Lassen sie Kinder niemals bei offenem Feuer, offenem Licht oder mit Heizstrahlern und ähnlichen Gefahrenquellen unbeaufsichtigt alleine.

 

Warum verursachen Kinder Brände?

 
Zunächst ist festzustellen, dass bei vielen Bränden die durch Kinder verursacht wurden, kein Vorsatz gegeben war. Vielmehr konnten die Kinder die Folgen ihres Spieles mit dem Feuer nicht richtig einschätzen. Die Kinder dürfen deshalb nicht pauschal als "Brandstifter" bezeichnet werden. Denn oft wollten sie keine Brände stiften, sondern habe diese durch ihre Unwissenheit verursacht und genau da wollen wir mit der Brandschutzerziehung ansetzen, denn.....


Bildquelle: Landratsamt München

"Haben sie gewusst, dass über 30 % aller Brandstiftungen durch Kinderhand entstehen?"

Wenn nicht, dann überlegen Sie doch einmal, was die Ursache dafür sein könnte und wie wir gemeinsam dieser Entwicklung entgegenwirken könnten! Zieht Sie zum Beispiel der Schein einer Kerze oder eines flackernden Kaminfeuers nicht auch in seinen Bann? Dann verstehen Sie sicherlich auch, dass es Kindern genauso ergeht. Sie können dann oftmals der Versuchung ein Feuer zu entfachen, nur schwer widerstehen.

  • Wir, die Erwachsenen, haben deshalb eine besondere Verantwortung gegenüber den Kindern, nämlich durch Aufklärung der Versuchung zum Zündeln entgegen zuwirken. Dazu gehört auch, dass wir die Kinder gar nicht erst in Versuchung führen, zum Beispiel indem wir im Haushalt benötigte Zündmittel für Kinder unerreichbar lagern. Oder gehören auch Sie zu denen, die ihre Zigarettenpackung und das Feuerzeug sorglos auf dem Tisch liegen lassen?
  • Das Verbote allein, nicht mit Zündmitteln zu spielen, reichen jedoch nicht aus, sondern reizen meist nur zu dem noch viel gefährlicheren "heimlichen Spiel" mit dem Feuer. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind deshalb, dass es nur dann mit Zündmitteln umgehen darf, wenn Sie dabei sind. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man ein Streichholz oder ein Feuerzeug gefahrlos anzündet. Lassen Sie dann Ihr Kind z. B. die Geburtstagskerze, den Gartengrill, die Martinslampe, den Adventskranz oder auch Ihre nächste Zigarette anzünden.
  • Nur durch einen legalen Umgang mit Feuer können Sie dem Entdeckungstrieb des Kindes entgegenwirken. Holen Sie sich bei dem pädagogischen Personal in Kindergarten und Schule Informationen und Rat hierzu ein und fragen Sie, was im Kindergarten oder in der Schule in diesem Bereich schon an Aufklärungsarbeit geschehen ist.

Besonders wichtig ist es jedoch selbst ein gutes Vorbild zu sein:

 
  • Lassen Sie nie Streichhölzer und Feuerzeug achtlos herumliegen.
  • Lagern Sie alle Feuerspender an einem kindersicheren Platz.
  • Kaufen Sie Ihre Streichhölzer und Feuerzeuge selbst ein, dann belasten Sie auch nicht
    den Verkäufer mit der heiklen Entscheidung das gesetzliche Verbot, Streichhölzer und
    Feuerzeuge an Kinder abzugeben, zu brechen.
  • Vertrauen Sie Kindern niemals offenes Feuer oder Licht an.
  • Lassen Sie Kinder niemals bei offenem Feuer, offenem Licht oder mit Heizstrahlern und
    ähnlichen Gefahrenquellen unbeaufsichtigt alleine.

Gezieltes Gefahrentraining


Nur eine frühzeitige und zeitgemäße Brandschutzerziehung kann gegen Brände die von Kindern verursacht wurden Abhilfe schaffen. Dabei ist es wichtig zu wissen, das kontrolliertes Üben besser ist, als strikte Verbote, Abschrecken oder angst machen. Verbote erreichen meist nur den gegenteiligen Effekt, denn sie wecken nicht nur die Neugier, sondern auch den Trotz der Kinder. Die Konsequenz daraus ist, dass die Kinder dann in aller Heimlichkeit zündeln und gerade das ist die größte Gefahr.

Geben Sie nun Ihrem Kind auch die Gelegenheit, unter Ihrer Aufsicht eine Kerze anzuzünden oder im Ofen, im Kamin bzw. im Gartengrill ein Feuer in Gang zu setzen. Denn ein fachmännisch entfachtes Lagerfeuer, zusammen mit dem Papa, verhindert heimliches Zündeln.


 

Richtiges Anzünden
eines Streichholzes:

Schwerentflammbare Unterlage,
einen Ascher oder Teller bereitstellen
und Streichholz der Schachtel entnehmen

Schachtel wieder schließen und das
Streichholz vom Körper weg anreißen

Streichholz auspusten und dann das noch
heiße Streichholz in den Ascher legen!

Klären Sie Ihr Kind also so auf, dass es der Faszination "Feuer" nicht heimlich nachgehen muss denn ....

... wer Bescheid
weiß, der spielt
nicht mit dem

Feuer!

Quelle: LFV Bayern e.V. 

Haben Sie noch Fragen oder benötigen Sie Informationen zum Thema "Brandschutzerziehung" ?
 Wir beraten Sie gerne.

Fragen an: Kommandant@Feuerwehr-Hohenschaeftlarn.de

Oder Sie wenden sich vertrauensvoll an:
- Ihre örtliche Feuerwehr
- die Geschäftstelle des LFV Bayern e.V.

Notruf der Freiwilligen Feuerwehren
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